Wachstum ohne Ende

Was machen wir Menschen eigentlich auf der Erde? Wer gibt uns das Recht die Natur derartig zu unterwerfen und so rücksichtslos auszubeuten? Wohin hat uns der Fortschritt gebracht und sind wir uns überhaupt bewusst, was wir sonst noch alles mit unserer Intelligenz machen könnten? Wo wollen wir in fünfhundert Jahren sein. Würde ein Menschenleben länger dauern, hätten wir vermutlich für die letzte Frage eine passable Antwort.

Wir können und wissen heute schon so viel, dass wir damit viel mehr im Universum erreichen könnten, als kurz gedachte Wachstums-Wettkämpfe auf der Erde zu gewinnen Es gibt noch so viel zu entdecken, zu erleben und zu entwickeln da draußen, in den unendlichen Weiten des Universums. Wir müssen aus unserem goldenen Ich-Kokon schlüpfen, unsere kultivierte Betriebsblindheit an Abhängigkeiten erkennen und unsere angeborene Angst vor dem frühzeitigen Tod überwinden.

Seit Neuem wissen wir, dass das Universum mit zig Kilometern pro Sekunde expandiert. Dass die Bäume auf der Erde nicht in den Himmel wachsen, wissen wir hingegen schon lange. Geld ist nichts anderes als das kollektive Vertrauen in die Zukunft einer Gesellschaft, die an eine verbindende Idee glaubt und deshalb ein Blatt Papier als universelles Zahlungsmittel zulässt. Hören wir also auf, mit dem wahnsinnigen Erwirtschaften immer höherer Wachstumsraten und kurzfristiger Gewinne. Denken wir lieber darüber nach, wohin uns die Zukunft einer globalen, grenzenlosen Gesellschaft führen soll.