Umweltschutz 2.0 – ein Blick auf die Erde

Was soll Umweltschutz eigentlich sein? Ist der Begriff nicht viel zu weit gefasst und vielerorts falsch verwendet, für das was eigentlich unser größtes Problem auf der Erde ist? Natürlich brauchen wir auch die ermahnende Idee des herkömmlichen Umweltschutzes. Viel dringender bräuchten wir aber auch so etwas wie ein interdisziplinäres, grenzüberschreitendes Umwelt-Management-Verständnis, wenn wir unser gemeinsames Überleben auf der Erde dauerhaft sicherstellen wollen.

Gemeint ist nicht nur ein Schützen der Natur, sondern auch ein Schützen der Menschen vor den Menschen. Klingt verrückt, ist aber nach wie vor das größte ungelöste Problem der Menschheit. Nationale Politik verkommt im Westen zunehmend zum Entertainment von hinter historischen Grenzen eingesperrten Prosumenten. Der Rest der Welt emanzipiert sich vom Attribut der Werkbank und jahrhundertelanger Kolonialherrschaft. Moderner Umweltschutz braucht eine größere Perspektive als Regeln, Verbote und Demonstrationen. Umweltschutz 2.0 darf nicht nur den Verstand und die Vernunft adressieren, sondern muss auch die Herzen aller Menschen rund um den Globus adressieren. Dieses Bild der von Profitgier verseuchten und von unbändigem Konsumwahn vermüllten Erde soll dabei helfen.