Seit über einem Jahr arbeite ich an meinem ersten literarischen Werk und seiner Veröffentlichung. Hier eine sehr persönliche Kurzgeschichte über meine Motivation und innere Antriebskraft, warum gerade ich die Welt verbessern will:
Meine Kindheit bis zum siebenten Lebensjahr verbrachte ich relativ abgeschieden in einem kleinen Haus ohne Strom- und Gasanschluss am Rande einer Kleinstadt. Meine Lieblingsbeschäftigung war es, gemeinsam mit meinem Bruder entlang des Feldweges, auf den umliegenden Äckern, Sachen zu suchen. Neben unzähligen interessanten Steinen, die wir mit Wasserfarben bemalten, fanden wir auch immer wieder Bombensplitter aus dem 2.Weltkrieg, die wir ohne jegliches Verständnis ihrer Herkunft, aber auf Grund ihrer Seltenheit besonders Wert schätzten.
In der zweiten Volksschule erlitt ich meinen ersten Zivilisations-Schock. Wir zogen aus einer ruhigen Welt der Äcker in eine kleine Neubausiedlung in der Stadt. Ich musste die Schule wechseln und auch rund ums Wohnhaus gab es auf einmal jede Menge andere Kinder. Es war eine harte Zeit für mich. Obwohl ich den anderen Kindern in den typischen Auseinandersetzungen anfänglich körperlich unterlegen war, schaffte ich es spätestens im Teenageralter, so etwas wie der Rädelsführer der Siedlungskinder zu werden. Vermutlich lag es schon damals an meinen verrückten Ideen, deren Umsetzung oft zu spannenden Abenteuern führte.
Ein Abenteuer hat mich bis heute geprägt. Wir kletterten in der Nacht auf einen Eisenbahnwagon, ohne uns groß etwas dabei zu denken. Natürlich war ich der erste auf der Leiter und oben am Wagondach. Ich lief einige Schritte, bis es einen hellen Blitz und einen fürchterlichen Knall hinter mir gab. Ich drehte mich um und sah zunächst nichts. Wir setzten zur Flucht an und bemerkten erst nach einiger Zeit, dass ein Kamerad fehlte. Panisch begannen wir ihn zu suchen, bis er uns in der Dunkelheit stöhnend und verbrannt riechend entgegen kam.
Seit damals trage ich ein sehr ausgeprägtes Verantwortungsgefühl für meine Mitmenschen mit mir herum. Was also tun, wenn man schon seit der Jugend den kategorischen Imperativ derart verinnerlicht hat und einem seitdem jegliches erkennbar undurchdachte und unsinnige Verhalten anderer Menschen auf ganz besondere Weise berührt? Nun, irgendwann kam mir die Idee, meine persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen zum menschlichen Treiben auf der Erde aus einer ganz speziellen Perspektive zu betrachten und in einer fabelhaften Geschichte niederzuschreiben.
Wem die Geschichte interessiert, der findet in meinem ersten Buch eine wahrhaft universelle Bühne und engagierte Figuren, die von ihren Blickwinkeln auf unsere Welt erzählen. Die Welt zu erklären ist nicht einfach. Ich möchte einfach einmal damit beginnen, den Menschen den Unterschied zwischen dem Begriff Welt und dem Begriff Erde bewusst zu machen. Denn die Erde gibt es auch ohne uns Menschen, aber unsere Welt gibt es nur, weil die Erde uns Menschen hervorgebracht hat. Mein Buch mit dem Titel „Planetengeflüster„ ist der Versuch, den Menschen ein neues Weltbild anzubieten und dadurch Mutter Erde wieder mehr Respekt zu verschaffen.