Wohlstandserscheinungen – Was Elektrizität aus Menschen macht

Wo kein elektrischer Strom, da kein Licht auf der Erde! Dieses Bild setzt sich aus mehreren Satellitenaufnahmen aus dem Zeitraum von Oktober 1994 bis März 1995 zusammen. Es handelt sich um eine Fotomontage und zeigt die Lichter der Großstädte als markante helle Flecken auf der Erde. Klar zu erkennen sind Westeuropa und Nordamerika.

Wie würde das Titelbild, die nächtlichen Lichter auf der Erde, betrachtet aus dem Weltraum wohl heute, 28 Jahre später aussehen? Vermutlich nicht viel anders, haben doch noch immer knapp 10% der Menschen auf der Erde, größtenteils am afrikanischen Kontinent, keinen Strom zur Verfügung. Und was machen wir Westeuropäer mit unserem infrastrukturellem Vorsprung an der Welt-Spitze des Wohlstandes? Wir versuchen zunehmend vom Stromnetz unabhängig zu werden, weil sich der Strompreis im Euro-Cent-Bereich gerade einmal verdoppelt hat. Wir installieren teure PV-Anlagen auf unseren Dächern und smarte Stromspeicher im Keller, um uns vom Monopol des Stromnetzbetreiber und vom teuren Stromversorger unabhängig zu machen. Wie froh wären viele Menschen in Afrika, wenn sie überhaupt Zugang zu Elektrizität hätten, auch wenn der Strom dort im Verhältnis vermutlich noch viel teuer als bei uns wäre.

Crazy, crazy world…

#schauaufdieerde